




 |
|
|
|
Bibliographie aller in Deutschland erschienenen Werke
|
 |
| 1899 |
Vater Jansens Sonnenschein
|
 |
Originaltitel: Captain January
Autorisierte, freie Bearbeitung von Laura E. Richards "Captain January"
Stuttgart: Loewes Verlag Ferdinand Carl 1899.
Illustration: A. Zick
Übersetzung: Henny Koch |
| 1901 |
Mein Sonnenstrahl
|
 |
Eine Erzählung für erwachsene junge Mädchen
Stuttgart: K. Thienemanns Verlag 1901.
Illustration: Otto Meyer-Wegner |
| 1902 |
Das Mägdlein aus der Fremde
|
 |
Eine Erzählung für junge Mädchen
Stuttgart: Gustav Weise Verlag 1902.
Illustration: Wilhelm Claudius
Die Erlebnisse eines in Cuba aufgewachsenen Mädchens, das nach dem
Tode der Eltern zur Großmutter nach Hamburg kommt |
| 1904 |
Rose Maries Weg zum Glück
Fortsetzung von "Das Mägdlein aus der Fremde" |
 |
Eine Erzählung für junge Mädchen
Stuttgart: Gustav Weise Verlag 1904.
Illustration: Maria Hohneck |
| 1905 |
Papas Junge
|
 |
Eine Erzählung für junge Mädchen
(zuerst in: Das Kränzchen, Band 14, 1901/02)
Stuttgart, Berlin, Leipzig: Union Deutsche Verlagsgesellschaft 1905.
Illustration: A. Wald
Lustige Streiche der wilden Friedel Polten
Von den anderen Neuheiten des diesjährigen Weihnachtsmarktes wollen
wir zunächst eines Buches gedenken, das eine der früheren
Erzählungen des "Kränzchen" enthält: "Papas Junge" von Henny
Koch (Preis geb. Mk. 4.50). Diese drollige, sehr belustigende Geschichte
berichtet, wie es der Tochter eines Gutsbesitzers in ihren Backfischjahren
erging, nachdem sie zeitlebens der mütterlichen Fürsorge entbehren
mußte und so, im steten Umgange mit dem herzlich geliebten, aber ziemlich
biderben Vater, erzieherisch genommen mehr Junge als Mädel geworden
war. Als dann der Fehler erkannt wurde und verbessert werden sollte, ergaben
sich ergötzliche Verwicklungen, die sich aber bei der gesunden Veranlagung
des Backfisches glücklich ebnen und lösen ließen. Allen
Freundinnen einer launigen, humorvollen Lektüre sei dieser Band warm
empfohlen.
Das Kränzchen, Band 18, 1905/06 |
| 1905 |
Die Traut
|
 |
Eine Erzählung für junge Mädchen
(zuerst in: Das Kränzchen, Band 14 und 15, 1901-1903)
Stuttgart: Verlag Gustav Weise 1905.
Illustration: Willy Planck
Illustration: M. Nikolaus
-
Wie Traut ihre Wette gewann bzw. Traut als Lorelei
-
Traut in Pension
-
Traut auf Reisen
-
Traut zu Besuch
-
Traut daheim
-
Trauts Kränzchen
-
Trauts erster Ball
-
Trauts Abenteuer
-
Trauts Opfer
-
Traut entdeckt ihren Beruf
-
Trauts Verlobung
-
Trauts Hochzeit
|
| 1906 |
Mütterchen Sylvia
Band 11 der Kränzchenbibliothek |
 |
Stuttgart, Berlin, Leipzig: Union Deutsche
Verlagsgesellschaft 1906.
Leiden und Freuden einer tapferen Halbwaise als Hausmütterchen.
Noch eine andere Erzählung aus dem "Kränzchen", gleichfalls
von Henny Koch, ist in Buchform erschienen, nämlich "Mütterchen
Sylvia". Sie berichtet von einem mutigen Mädchen, das dem Vater und
fünf Brüdern die leider allzufrüh verstorbene Mutter ersetzt
und sich im Hause als ein rechtes Mütterchen Sonnenschein erweist. Die
Verfasserin ist übrigens so allgemein bekannt und ihre humorvolle, stets
spannende Schreibweise so beliebt, daß wir dem Buche wohl nicht erst
einen besonders langen Empfehlungsbrief mitzugeben brauchen. Es bildet den
11. Band der vielbegehrten "Kränzchen-Bibliothek".
Das Kränzchen, 19. Folge, 1906/07 |
| 1907 |
Allerlei Lustiges für Buben und Mädels
|
 |
Erzählungen
Stuttgart: Gustav Weise Verlag 1907.
-
Ihr erstes Konzert (S.1-29)
-
Weihnachten im Spatzennest (S.30-55)
-
Er und ich in Nöten (S.56-64)
-
Leos Jungfernrede (S.65-73)
-
Auch einer, der sich ums Vaterland verdient machte (S.74-80)
-
Susanne als Reisemarschall (S.81-107)
-
Der Onkel in Gedanken (S.108-116)
-
Wie Fritzchen den Ritterschlag erhielt (S.117-138)
-
Mutters wohlgelungene Kur (S.139-155)
-
Hans Huckebein der Glücksrabe (S.156-166)
-
Cäsars Dedikation (S.167-184)
-
Pfarrers Menagerie (S.185-202)
|
| 1907 |
Irrwisch
|
 |
Eine Erzählung für junge Mädchen
Stuttgart, Berlin, Leipzig: Union Deutsche Verlagsgesellschaft 1907.
Irrwischs übermütige Streiche und schlimme Sorgentage.
Der "Irrwisch", eine prächtige Erzählung von Henny Koch, mag
den Reigen beginnen. Sie handelt von einem quecksilbernen Backfisch, immer
froh und heiter und voll loser Streiche, der den Erziehern manches
Kopfschütteln, auch wohl ernste Stunden verursachen. Plötzlich
stirbt der reiche Onkel, der bisher die Hauptursache war, daß unser
Pflänzchen so verzogen wurde, und in seiner Hinterlassenschaft zeigt
sich eine bedeutende Unterbilanz. Da wirft sich, die Ehre seines Namens zu
retten, der "Irrwisch" mutvoll mit seinem ganzen Vermögen in die Bresche,
tritt aus dem glänzenden Wohlleben in ärmliche Verhältnisse
ein und fristet durch die tapfere Arbeit der Hände sich und der Mutter
das Leben. Das erfüllt einen jungen, gutsituierten Mann, den sie schon
zu Anfang in der guten Zeit kennen gelernt hat, mit solcher Bewunderung,
daß er sie dem Elend wieder entreißt und mit ihr einen
glücklichen Bund fürs Leben schließt. Ist das nicht ein
fesselnder Stoff? Und nun obendrein noch von Henny Koch ausgearbeitet! Wie
kann es da dem hübschen Buch an Erfolg mangeln?
Das Kränzchen, Band 20, 1907/8
Die Erzählung "Irrwisch" ist wie alle Schöpfungen von Henny
Koch vortrefflich geschrieben. Sie zeichnet sich aus durch Frische des Tons
und natürlichen Humor. "Irrwisch" gefällt bei der Mädchenwelt,
weil die Verfasserin auch darin in fesselnder Weise nur solche Dinge behandelt,
welche unseren Mädchen naheliegen und ihre Welt ausmachen. |
| 1908 |
Aus großer Zeit
|
 |
Eine Erzählung aus der Zeit des Krieges 1870/71 für
junge Mädchen
Stuttgart, Berlin, Leipzig: Union Deutsche Verlagsgesellschaft 1908.
"Aus großer Zeit", schon bei seinem ersten Abdruck im "Kränzchen"
mit ungeteiltem Beifall aufgenommen, spielt in den Jahren 1870/71, als
Deutschland in einem furchtbaren Ringen zugleich mit dem Sieg über den
äußeren Feind die innere Einigkeit gewann. Der engere Schauplatz
der Erzählung ist die Stadt Saarbrücken und Umgebung; die dortigen
kriegerischen Vorgänge, die Sorgen, Leiden und Freuden der Bevölkerung
während des Krieges und nach dem Siege, alles das ist so spannend und
wahr geschildert, daß man jene große, unvergeßliche Zeit
förmlich nochmals miterlebt.
Das Kränzchen, Band 21, 1908/09
Es ist mir ein Vergnügen, dieses Buch für junge Mädchen
anzuzeigen. Durch den großen Hintergrund, den Krieg von 1870, bekommt
es etwas Ernstes, was sonst so leicht den Büchern unserer jungen
Mädchen fehlt und was mit Sentimentalität schlecht ersetzt wird.
Die Erzählung ist von jemand geschrieben, der diese große Zeit
noch selbst mit erlebt hat und ein Stück von der Begeisterung, die damals
Jung und Alt faßte, steckt noch in dem Buch. Dabei ist es weit davon
entfernt, nun langweilig zu sein, mit trockener Lehrhaftigkeit zu ermüden;
es schildert die Schicksale zweier junger Mädchen in dieser bewegten
Zeit mit all der Anmut, die den Schriften Henny Kochs eigentümlich ist.
Der Ort der Handlung ist Saarbrücken. Ergreifend ist die blutige Schlacht
bei Spichern geschildert und der Einzug des Königs in Saarbrücken;
die Augen werden einem feucht davon. Ich freue mich, das Buch meinen Kindern
auf den Weihnachtstisch zu legen. Helene Christaller.
Eckart. Ein deutsches Literaturblatt, Jahrgang 1908/9, Nr. 2, November, S.134 |
| 1908 |
Die ins Leben lachen
|
 |
Vier Erzählungen für junge Mädchen
Stuttgart, Berlin, Leipzig: Union Deutsche Verlagsgesellschaft 1908.
-
Wie Liesel sich das Glück vorstellte und wie es aussah (S.1-80)
-
Das Glückspilzchen (S.81-118)
-
Goldchens Zukunft (S.119-196)
-
Warum aus Liese-Lotte plötzlich zweie wurden (S.197-288)
Fröhliche und ernste Geschichten aus dem Leben der
Siebzehnjährigen.
"Die ins Leben lachen" wendet sich an junge Mädchen, die das eigentliche
Backfischalter schon überschritten haben. Es sind vier fesselnde,
schwungvoll geschriebene Novellen, jede in ihrer Art eine Perle Kochscher
Darstellungskunst. Wir sind überzeugt, daß diese beiden neuen
Bücher der beliebten Verfasserin den gleichen durchschlagenden Erfolg
erzielen werden wie ihre früheren, von denen "Papas Junge" heuer bereits
in der 15. und "Irrwisch" in der 7. Auflage in die Welt gehen.
Das Kränzchen, Band 21, 1908/09
Die holde Siebzehn in ihrer ganzen köstlichen Sorglosigkeit, ihrem
sonnigen Frohsinn, schildert die Verfasserin in den vier Geschichten zu
entzückend, so munter, frisch und anschaulich, daß man sich ordentlich
von Sonnenschein, der in den jungen Herzen leuchtet, selbst bestrahlt
fühlt. Auch gesunder Humor kommt zu Wort.
Schwäbischer Merkur |
| 1909 |
Friedel Polten und ihre Rangen
Fortsetzung von "Papas Junge" |
 |
Eine Erzählung für junge Mädchen
Stuttgart, Berlin, Leipzig: Union Deutsche Verlagsgesellschaft 1909.
Humorvoller Bericht über das weitere Ergehen Friedel Poltens als
Frau.
Diese langersehnte Fortsetzung von "Papas Junge", in welcher das weitere
Ergehen Friedel Poltens als Frau erzählt wird, dürfte sich in der
Mädchenwelt sicher ebensoviele begeisterte Freundinnen erwerben, wie
die vorliegende Mädchengeschichte.
Alle, die "Papas Junge" ins Herz geschlossen haben, werden mit Freuden
Henny Kochs neue Erzählung "Friedel Polten und ihre Rangen"
begrüßen. Wir finden dieselbe Friedel von damals wieder, sie ist
jetzt die Seele in der eigenen Familie, umgeben von einer lustigen Kinderschar,
der Sonnenschein des Gatten und des alternden Vaters, dessen "Junge" sie
bleibt.
Schwäbischer Merkur, Stuttgart |
| 1910 |
Kleine Geschichten für kleine Leute
|
 |
Stuttgart: Gustav Weise Verlag 1910.
-
Was Mäuschen sich zum Geburtstag wünschte (S. 7-52)
-
Prinzessin Lilie (S. 53-59)
-
Unser Peter (S. 60-73)
-
Leni, die Leseratze oder Bestrafte Schläue (S. 74-88)
-
Der Schutzengel (S. 89-101)
-
Die Mohrenwäsche (S. 102-134)
-
Wie Gretel Stiefmütterchen fand (S. 135-149)
-
Die Weihnachtspost (S. 150-154)
-
Bubi und Mädi als Lebensretter (S.155-164)
-
Wer war der Dieb? (S. 165-177)
-
Der Hansel, die Liserl, das Schnauzerl (S. 178-191)
-
Das Märchen von den Himmelsschlüsselein (S. 192-199)
-
Der Hasenfuß (S. 200-215)
|
| 1911 |
Evchen der Eigensinn
|
 |
Eine Erzählung für junge Mädchen
Stuttgart, Berlin, Leipzig: Union Deutsche Verlagsgesellschaft 1911.
Trotz-Evchens Flucht aus dem Vaterhaus und ihr Wiederheimfinden.
Als erstes nennen wir "Evchen, der Eigensinn" von Henny Koch, der Verfasserin
unserer derzeitigen Haupterzählung. Ein Buch aus ihrer Feder bedarf
in den Augen unserer Backfischwelt keiner weiteren Empfehlung. Dazu kommt
der eigenartige Inhalt dieser Geschichte. Evchen, der liebe, eigensinnige
Trotzkopf ihres seelenguten Väterchens, flieht aus dem warmen, heimatlichen
Nest, nur weil darin eine kurz vorher noch angeschwärmte Dame künftig
als neue Herrin, als Evchens zweite Mutter schalten soll. Aber des Lebens
harter Lauf, der zuweilen, wie auch in diesem Falle, schrecklich hart sein
kann, bändigt schließlich den jugendlichen Starrsinn. Evchen lernt
einsehen, daß der Wahn von der bösen Stiefmutter ein eitles
Märchen, ein tadelnswertes Vorurteil aus der Kinderstube ist; indem
sie nun in werktätigem Bemühen alles Frühere gut zu machen
sucht, gewinnt sie sich selbst das Glück und die Anwartschaft auf eine
frohe, harmonische Zukunft. Gibt es unter unseren lieben Leserinnen wohl
eine, die diesem ungewöhnlichen Jungmädchenschicksal ihre wärmste
Teilnahme versagte?
Das Kränzchen, Band 24, 1911/12 |
| 1911 |
Das Komteßchen
|
 |
Berlin: Neufeld & Henius 1911. |
| 1912 |
Im Lande der Blumen
Band 17 der Kränzchenbibliothek |
 |
Stuttgart, Berlin, Leipzig: Union Deutsche
Verlagsgesellschaft 1912.
Wunderbare Erlebnisse einer jungen Schwäbin in Japan.
Wenn ein Buch von Henny Koch angekündigt wird, so ist der Jubel
bei den meisten Backfischen groß und begreiflich, versteht es doch
die Verfasserin ausgezeichnet, sich in das jugendliche Gemüt
hineinzuversetzen und von den Ereignissen das auszuwählen, was gerade
junge Mädchen erfreut und begeistert. Ihre Erzählung "Im Lande
der Blumen" hat dies beim ersten Abdruck im "Kränzchen" wiederum klar
bewiesen. Man muß aber auch Gefallen finden an der Heldin Ruth
Rümelin, die - ihr Vater wird als Beirat der Regierung nach Japan berufen
- sich plötzlich von der höheren Töchterschule ins Land der
Blumen verschlagen sieht und die seltsamsten Dinge erlebt. Auch mancherlei
sehr ernste Ereignisse treten ihr freilich entgegen; ja, durch ihre kühne
Entschlossenheit wird sogar ein junges Menschenleben gerettet. Aber
schließlich kommt doch immer wieder die lustige Ruth zum Durchbruch,
die mit ihrem frohen Lachen das Schwere überwindet und sich zu guter
Letzt als wackere junge Hausfrau bewährt. - Dieses Buch bildet den 17.
Band der "Kränzchenbibliothek" (Preis gebunden je 3 Mark).
Das Kränzchen, Band 25, 1912/13 |
| 1914 |
Ein tapferes Mädchen
|
 |
Stuttgart, Berlin, Leipzig: Union Deutsche
Verlagsgesellschaft 1914.
Noch eine andere Erzählung, die bei ihrem ersten Abdruck im
Kränzchen allgemeinen Beifall fand, ist jetzt in Buchform erschienen:
"Ein tapferes Mädchen" von Henny Koch. Auch hier trifft ein schwerer
Schicksalsschlag eine Familie. Der Vater, der nach Amerika fährt, das
dort gefährdete, vorher blühende Geschäft wieder in Ordnung
zu bringen, wird in der Fremde vom Tod ereilt. Die älteste Tochter,
die er nachrief, kommt gerade noch zurecht, für ein schickliches Grab
zu sorgen. Dann muß sie mit allen Kräften versuchen, für
Mutter und Geschwister zu retten, was noch zu retten ist; die vorher reiche
Familie ist nun gezwungen, durch harte Arbeit das tägliche Brot zu
verdienen. Ein alter, etwas schnurriger Onkel hilft, soweit er kann, besonders
als der jüngeren Schwester eine glänzende Laufbahn erschlossen
werden soll, auf die deren prächtige Stimme hinweist. Aber es stirbt
der Onkel, es versagt die Stimme der Schwester, und wieder muß das
tapfere Mädchen unter Verzicht auf seine eigenen Glückshoffnungen
für die ganze Familie sorgen, bis dann endlich doch der Tag anbricht,
der wieder eine rosige Zukunft verspricht.
Das Kränzchen, 27. Folge, 1914/15 |
| 1916 |
Die Vollrads in Südwest
|
 |
Eine Erzählung für junge Mädchen
Stuttgart, Berlin, Leipzig: Union Deutsche Verlagsgesellschaft 1916.
Wir begleiten Vater Vollrad mit den Seinen nach der jetzt leider von den
Engländern besetzten deutschen Kolonie in Südwestafrika. Die Heimat
ist ihm zu eng geworden, seit er seine Frau allzu früh begraben mußte;
nun sucht er dort draußen ein neues Arbeitsfeld. Seine drei Buben und
Hanna - sein "vierter Bub", wie er sie nennt - begleiten ihn und stehen ihm
treulich zur Seite bei dem Beginnen, in dem äußerst dünn
besiedelten Land fast ohne jede nachbarliche Hilfe ein halbwegs wohnliches
Haus zu bauen und eine Viehfarm einzurichten. Wie alles im rechten Gleise
zu sein scheint, bricht der Aufstand der Schwarzen aus. Auch das Vollradhaus
geht in Flammen auf; nur mit Mühe und Not retten die Bewohner das Leben.
Während dann die Männer tapfer bei der Niederwerfung der
Aufständischen mitkämpfen, erweist sich Hanna in dem Lager, wo
die geflüchteten Frauen und Kinder voll Bangen das Ende des schweren
Ringens abwarten, als wacker zugreifende Helferin, wann immer die Gelegenheit
nach ihr ruft. Nachdem dann endlich der Sieg errungen ist, ersteht auch das
Vollradhaus, stattlicher denn zuvor, wieder aus den Trümmern, und mit
dem Ausblick auf eine glückliche Zukunft verlassen wir die
vielgeprüfte Familie.
Das Kränzchen, Band 29, 1916/17 |
| 1916 |
Die Patentochter des alten Fritz
|
 |
Eine Erzählung für junge Mädchen
Stuttgart: Loewes 1916. |
| 1916 |
Wildes Lorle
|
 |
Eine Erzählung für junge Mädchen
Stuttgart: Loewes Verlag Ferdinand Carl 1916.
Die Erzählung beginnt im Juni 1914 und beschreibt die Erlebnisse
einer Gruppe junger Menschen zunächst als Wandervögel, dann mit
Kriegsausbruch als Soldaten und daheimgebliebene Schwestern und Freundinnen,
alles vor dem Hintergrund der Region um Darmstadt und Odenwald. |
| 1917 |
Die verborgene Handschrift
Band 22 der Kränzchenbibliothek |
 |
Stuttgart, Berlin, Leipzig: Union Deutsche
Verlagsgesellschaft 1917.
Bilder von Venedigs Pracht und Herrlichkeit in vergangenen Tagen.
Auch eine einheitliche große Erzählung von Henny Koch ist in
neuem Buchgewande erschienen als 22. Band der "Kränzchenbibliothek":
"Die verborgene Handschrift". Marei Faller heißt die junge Heldin,
die es aus der Enge der kleinen deutschen Gelehrtenstadt mit aller Macht
in die weite Welt hinauszieht. Es bietet sich auch unverhofft Gelegenheit,
als Sekretärin eines Geschichtsforschers die berühmte Lagunenstadt
an der Adria kennen zu lernen und für den regen Geist eine völlig
befriedigende Arbeit zu finden. Erhöht wird ihre Daseinsfreude noch
durch die Freundschaft, die sich zwischen ihr und der lebensfrohen Tochter
ihres Brotherrn - er ist von altem Adel - immer enger knüpft, sowie
durch die Bekanntschaft mit einer schnurrigen alten Malerin, die trotz ihrer
rauhen Außenseite so viel Liebe an die junge Landsmännin zu vergeben
hat. Durch einen Zufall entdeckt dann Marei in dem alten Palast, wo die
"Knüppelin" ihr Quartier aufgeschlagen hat, eine Truhe mit sehr wertvollem
Inhalt, und nun machen wir im Geiste auch noch einen längeren Ausflug
in das 14. Jahrhundert zurück, in die Tage, da der Doge Marino Falieri
seine Vaterstadt vom harten Joch des Rats der Zehn befreien wollte und
darüber Amt und Leben verlor. Die Aufzeichnungen seiner unglücklichen
Gattin sind es, die Marei da aus der Verschollenheit hervorgezogen hat, und
ihre wissenschaftliche Verarbeitung durch den Gelehrten bildet nun für
die glückliche Entdeckerin erst recht einen reichen Quell
äußeren und geistigen Segens. Schließlich aber zieht es
sie doch wieder in die alte Heimat zurück, denn gerade in der Fremde,
in der glänzenden Umgebung hat sie die Wahrheit des Spruches einsehen
gelernt: "Ost oder West - zu Haus ist das best'!"
Das Kränzchen, 30. Folge, 1917/18 |
| 1917 |
Aus sonnigen Tagen
|
 |
Kurze Geschichten für Mädchen im Alter von 9-14
Jahren
Stuttgart, Berlin, Leipzig: Union Deutsche Verlagsgesellschaft 1917.
-
Lottes Weihnachtswunsch (S. 1-29)
-
Zeppeline (S. 30-52)
-
Ein Tag von Vorbedeutung (S. 53-68)
-
Klärchen im Bohnenkaffee (S. 69-77)
-
Doralenes Weihnachtspuppe (S. 78-106)
-
Was der Lis Freude macht (S. 107-137)
-
Wer zahlt? (S. 138-154)
-
Ãnnchens Tee (S. 155-164)
-
Einer kleinen Heldin Weihnachtsabend (S. 165-183)
-
Hoheit kommen! (S. 184-207)
-
Die vom Sonnenbund (S. 208-231)
-
Seppels Probefahrt (S. 232-256)
-
Der große Tag von Klein-Marie (S. 257-284)
Lustiges, Heiteres und Ernstes aus Schule und Haus.
Auch von Henny Koch ist wieder ein neuer Band erschienen, des Titels "Aus
sonnigen Tagen". Es ist ein Strauß hübscher kleinerer
Erzählungen, die seinerzeit beim ersten Abdruck im "Kränzchen"
oder "Jugendgarten" besonders gefallen haben und auch in dieser neuen
Zusammenfassung sicher ihre Wirkung nicht verfehlen werden, zumal da sie
noch durch eine Reihe künstlerischer Illustrationen belebt sind. Die
Verfasserin weiß ja mit besonderem Geschicke, solche sonnigen Tage
aus dem Jungmädchenleben herauszugreifen und in humorvoller Art auszumalen.
Natürlich sind es zumeist Backfischlein, die darin eine Rolle spielen:
hier einer Witwe Töchterchen, dem der Weihnachtsmann statt des vergeblich
erhofften neuen Kleides ein viel größeres Glück in den
Schoß wirft, da zwei Jungmädel, denen aus einem Besuch Seiner
Hoheit des Landesherrn allerlei drollige Aufregungen und Überraschungen
erwachsen, dort wieder ein Kränzchen, das es sich zur Aufgabe macht,
Sonnenschein rings um sich zu verbreiten, und dabei den ganzen Segen
erfährt, der in dem Bestreben, Gutes zu tun, auf den Spender selber
zurückfällt. Aber auch einer alten Großmutter dürfen
wir lauschen, die aus Jugendtagen erzählt, aus den Befreiungskriegen,
da sie aus Angst um das Leben eines Jugendfreundes zur kleinen Heldin wurde
und tapfer mithalf, die Franzosen aus der teuren Heimat zu vertreiben. Leider
reicht der Raum bei weitem nicht aus, all die anderen Sonnenkinder des Bucher
auch nur aufzuzählen; aber das Vorstehende genügt ja, den Inhalt
zu kennzeichnen, und so wird es gewiß auf zahlreichen Gabentischen
als gern gesehener Gast sich einstellen können.
Das Kränzchen, 30. Folge, 1917/18 |
| 1919 |
Klein-Großchen
Fortsetzung von "Papas Junge" |
 |
Eine Erzählung für junge Mädchen
Stuttgart, Berlin, Leipzig: Union Deutsche Verlagsgesellschaft 1919.
Friedel Polten als Mittelpunkt einer fröhlichen Enkelschar.
Die Heldin aus früheren Büchern, als Papas Junge und Friedel
Polten bekannt, ist auch unterm Schnee des Alters, als Baronin von Rödern,
ein köstliches Menschenkind geblieben. Mit ihrer gottbegnadeten Frohlaune
bildet sie den lebensvollen Mittelpunkt einer Enkelschar, deren ganze Liebe
sich an "Klein Großchen" klammert. Mit ihrer reifen Lebensweisheit
entläßt sie keinen ihrer jugendlichen Bewunderer
ungesegnet.
Der Tag, Berlin
Des größten Beifalls erfreuen sich ferner seit jeher die spannenden
Geschichten von Henny Koch. Auch von dieser Erzählerin ist wieder eine
Arbeit in Buchform erschienen: "K l e i n - G r o ß c h e n", als weitere
Fortsetzung von "Papas Junge", womit die Verfasserin gleich zu Anfang
durchschlagenden Erfolg hatte. Hier finden wir den einstigen
übermütigen Backfisch Friedel Polten als Großmutter wieder,
immer noch lebensfroh und voll rascher Entschlüsse, die nicht selten
das Gegenteil dessen herbeiführen, was beabsichtigt war. Besonders mit
dem Ziehkind ihrer ältesten Tochter steht sie auf dem Kriegsfuß,
und da diese angenommene Waise selbst heftig veranlagt ist, kommt es zu ernsten
Zerwürfnissen, die Klein-Großchen lange Zeit vergeblich auszugleichen
sucht. Der plötzliche Tod ihres lieben guten Klaus drückt sie dann
ganz zu Boden und nimmt ihr zunächst alle Daseinsfreude; aber sie rafft
sich doch wieder auf, und der Lebensbund, den ihr nach langen Weltreisen
endlich heimgekehrter Sohn mit ihrer bisherigen Widersacherin schließt,
begründet für die Dauer die schönste Eintracht unter allen,
die Klein-Großchen am nächsten stehen. Neben dieser Haupthandlung
verfolgen wir mit Teilnahme das Heranreifen der zahlreichen Enkel Friedel
Poltens, von denen die einen in einem Beruf fest zu werden suchen, die anderen
einen eigenen Hausstand gründen.
Das Kränzchen, Band 32, 1919/20 |
| 1921 |
Glory
|
 |
Eine lustige deutsche Mädelgeschichte
Stuttgart: Loewes Verlag Ferdinand Carl 1921.
-
Erstes Kapitel: Der Störenfried
-
Zweites Kapitel: Die tolle Sieben
-
Drittes Kapitel: Ihre närrischen Hoheiten Prinz und Prinzessin Karneval
-
Viertes Kapitel: Maienmond
-
Fünftes Kapitel: Pflichten
-
Sechstes Kapitel: Die Reise
-
Siebentes Kapitel: Gloria
|
| 1922 |
Von der Lach-Els und anderen
|
 |
Lichte Mädchengeschichten aus trüber Zeit
Stuttgart, Berlin, Leipzig: Union Deutsche Verlagsgesellschaft 1922.
-
Unser Dummerchen (S. 5-51)
-
Die Lach-Els (S. 52-75)
-
Wodurch es der Ursel vergönnt war, etwas "ganz Großes" zu tun
(S. 76-100)
-
Almuts "Ehrenrettung" (S. 101-124)
-
Wir Fünf (S. 125-176)
-
Die Bettelsuse (S. 177-203)
-
Der Fernsprecher als Weihnachtsengel (S. 204-225)
-
Fränzchens Anteil am heiligen Werk (S. 226-238)
-
Auch eine Wunde fürs Vaterland (S. 239-260)
-
Mein Kindchen am Rhein (S. 261-280)
Den Reigen eröffnet "Die Lach-Els" von Henny Koch, die bei allen
Leserinnen des "Kränzchen" seit vielen Jahren in hohem Ansehen steht.
Viel Übermut und Schelmerei, viel Lachen und Frohsinn stecken in ihren
Geschichten, aber dahinter birgt sich immer ein beherzigenswerter Kern, der,
herausgeschält, manches Gute wirken kann. Auch in der "Lach-Els" ist
dies der Fall.
Das Kränzchen, 30. Folge, 1917/18
|
| 1922 |
Jungfer Ursel
|
 |
Eine Erzählung aus dem 30jährigen Krieg
Stuttgart, Berlin, Leipzig: Union Deutsche Verlagsgesellschaft 1922.
Erlebnisse eines Göttinger Mädchens im Dreißigjährigen
Krieg.
In die traurigste Zeit, die Deutschland in der Vergangenheit durchgemacht
hat, führt uns diesmal Henny Koch mit ihrem neuen Buch "Jungfer Ursel",
nämlich in die des Dreißigjährigen Krieges mit seinen endlosen
Widerwärtigkeiten, seinen Kriegslasten, Seuchen und all der sonstigen
kaum erträglichen Qual. Und wie damals ein junges, mutiges Mädchen
mit dem Schicksal zu ringen verstand, im Leid nicht verzagte und den
Angehörigen Trost und Sonne war, daran sollen sich die Mädchen
von heute ein Beispiel nehmen; sie sollen daraus den festen,
unerschütterlichen Glauben gewinnen, daß ein Volk, das einst solches
erduldet hat, auch jetzt und in Zukunft sich behaupten wird, allem Haß,
aller Anfeindung zum Trotz!
Das Kränzchen, 35. Folge, 1922/23 |
| 1924 |
Das Heiterlein
Band 29 der Kränzchenbibliothek |
 |
Stuttgart, Berlin, Leipzig: Union Deutsche
Verlagsgesellschaft 1924.
Geschichte eines sonnigen Menschenkindes.
"Das Heiterlein" lacht uns wieder ein Menschenkind entgegen, das Sonne
sieht, selbst wenn die Tage grau sind. Es hat so reichlichen Sonnenvorrat
in sich, daß es auch andern davon mitteilen kann. Der Kampf mit dem
Leben schreckt es nicht, weil es die Kraft zum Überwinden in sich
fühlt. Wie manches Jungmädchen kann sich aus diesem gehaltvollen,
auch in seiner modernen Aufstattung mit reizvollen Bildern des bekannten
Künstlers Lutz Ehrenberger hervorragenden Buch Trost und Ansporn
holen!
Das Kränzchen, Band 37, 1924/35 |
| 1925 |
Hochgeborene
|
 |
Vier Erzählungen
Stuttgart, Berlin, Leipzig: Union Deutsche Verlagsgesellschaft 1925.
-
Tage aus Prinzeßchens Leben (S. 9-69)
-
Sonne Rynken und ihr Garten (S. 70-142)
-
Mutter Glucke und ihr Entlein (S. 143-187)
-
Heiderose (S. 188-252)
Die seltsamen Lebenswege von vier prächtigen jungen
Menschenkindern.
Dieses soeben erschienene Buch ist das letzte Vermächtnis der beliebten
Jugendschriftstellerin an die deutsche Mädchenwelt. In schönem
Ganzleinen-band gebunden Preis Rm. 6.50 (Herbst 1925).
Eine liebe alte Freundin war unsern Leserinnen die in diesem Jahre viel
zu früh dahingegangene Henny Koch. Wieviel Frohsinn und ernstes Nachdenken
hat diese prächtige Dichterin nicht hervorgerufen, wieviel Dank hat
sie sich nicht unter unsrer Jugend verdient! So wird auch ihr letztes Werk,
die vier Erzählungen "H o c h g e b o r e n e", freudig begrüßt
werden. Sehr verschieden sind die Menschen, deren Schicksale sich hier vor
uns abrollen, alle aber sind in ihrer Art "hochgeboren". Prinzeßchen,
die Heldin der ersten Geschichte, ist es nach Stand und Rang, sonne Rynken
nach Wesen und Art, Entlein durch ihre Begabung und die Heiderose insofern,
als sie auf lichter, einsamer Höhe zur Welt kam. Dieses Buch, das letzte
Vermächtnis Henny Kochs an die große Gemeinde ihrer Leserinnen,
vermag den jungen Mädchen manches und viel zu sagen; es erzählt
nicht nur, es will hinweisen auf die verschiedenen Lebenswege und die Art,
die junge Seelen ertüchtigt, diese voll Mut und Kraft zu geben. Modern
und geschmackvoll illustriert von G. Kirchbach (mit 4
Einschalt-bildern).
Das Kränzchen, Band 38, 1925/26 |
| 1930 |
Wir fünf
|
 |
Zwei Erzählungen für junge Mädchen
Stuttgart, Berlin, Leipzig: Union Deutsche Verlagsgesellschaft 1930.
-
Wir fünf. (S. 5-82)
-
Wie Ilse zum Wandervogel bekehrt wurde (S. 83-122)
|
Die
Hauptseite
Aktuelles
Die Jugendschriftstellerin
Henny Koch
Zeittafel
Die
Ausstellung
Links
Texte
Presse
Wer steckt
dahinter?
|